LANZ & PRECHT
AUSGABE 226 (Wintergespräch mit Florence Gaub)
Mit der Zukunftsforscherin Florence Gaub und mit ihrer Zuversicht beginnt das neue Podcast-Jahr. Die Politologin Gaub meint, dass schwierige Zeiten ein guter Moment für Utopien sei. Nach einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung haben 70% der Deutschen positive Vorstellungen für ihre eigene Zukunft. Aber was ist mit den Visionen für die Gesellschaft? Chinesen oder auch Finnen sind optimistische Gesellschaften. „Ist Pessimismus eine typische deutsche Befindlichkeit?“ fragt Markus Lanz. „Moralismus und Schwarzseher ist mit der deutschen Seele sehr verknüpft“, meint Richard David Precht. „Deutsche haben eine hohe Intoleranz gegenüber Unsicherheit,“ so erklärt es die Politologin Gaub. Wir müssen mehr „über das Tun nachdenken“, denn Zukunft, so Gaub, ist vor allem ein Gefühl.
Ah… Lanz & Precht.
Der Podcast, bei dem man nach fünf Minuten merkt:
Hier reden zwei Männer sehr lange, damit du sehr kurz nicken kannst.
Markus Lanz fragt.
Richard David Precht antwortet.
Und irgendwo dazwischen verliert sich der Gedanke,
den du gerade selbst noch hattest.
Das ist kein Gespräch.
Das ist intellektuelles Pingpong,
bei dem der Ball immer wieder bei Precht landet
– und Lanz höflich prüft, ob er noch weitersprechen darf.
Hier wird philosophiert,
aber bitte mit Fernseherfahrung.
Hier wird gezweifelt,
aber nie so sehr, dass es die eigene Position gefährdet.
Alles ist tief.
Alles ist wichtig.
Alles dauert.
Und am Ende weißt du vor allem eins:
👉 Du hast zugehört – und das reicht erstmal.
Lanz & Precht erklären dir die Welt,
während sie selbst noch überlegen,
ob sie sie gerade kritisieren oder nur beschreiben.
Das ist kein Podcast.
Das ist eine akustische Denkbewegung auf dem Laufband.
Viel Bewegung.
Kaum Strecke.
Lanz & Precht –
wenn Nachdenken wichtig ist,
aber Handeln optional bleibt.
Doc Bob meint:
Große Fragen. Große Worte.
Und am Ende doch wieder Montag.
Sag uns deine Meinung!