Was jetzt?
Update: Warum die Türkei-Wahl auch in Deutschland entschieden wird
Am kommenden Sonntag stehen in der Türkei Wahlen an. Dann werden rund
60,7 Millionen Wahlberechtigte im Land über das Parlament und den
Präsidenten entscheiden. Die 1,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger, die
in Deutschland leben, hatten dagegen bis zum 9. Mai die Möglichkeit,
ihre Stimme abzugeben – und fast die Hälfte hat davon Gebrauch gemacht.
Dann wurden am Donnerstag auf dem Gelände von Mercedes in Sindelfingen
zwei Menschen getötet. Türkische Medien berichteten, ein 53-jähriger
Mitarbeiter habe wegen politischer Differenzen zwei Kollegen erschossen.
Wie aufgeheizt die Stimmung innerhalb der türkischen Community
hierzulande ist, weiß die Soziologin Rosa Burç.
Mit der Wahlrechtsreform soll die Zahl der Sitze im Parlament auf 630
begrenzt werden. Nach dem Bundestag hat dieses Vorhaben der
Ampelkoalition nun auch der Bundesrat passieren lassen. Bayerns
Ministerpräsident Markus Söder von der CSU hingegen plant eine Klage vor
dem Bundesverfassungsgericht.
Ein 57-jähriger Mann hat gestern in Ratingen eine Explosion in einem
Hochhaus verursacht. In der Wohnung des Täters sind die Einsatzkräfte
auf die Leiche einer Frau gestoßen – wahrscheinlich seine Mutter. Sie
muss bereits längere Zeit tot gewesen sein. Das Motiv für die
verursachte Explosion ist noch unklar.
Was noch? Das Verfahren um eine 13.000 Euro teure Champagnerflasche wird
eingestellt.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Clara Löffler
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Türkei-Wahl: Schicksalstage in der Türkei
Sindelfingen: Tatmotiv für tödliche Schüsse in Daimler-Werk weiter
unklar
Größe des Bundestags: Bundesrat billigt Wahlrechtsreform
Markus-Söder: Startschuss zur Söder-Show
Ratingen: Zweite Leiche nach Explosion gefunden
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