LANZ & PRECHT #250 (Der große Boom der Rüstungsindustrie)
108 Milliarden Euro – so viel Geld gibt der deutsche Staat 2026 für Verteidigung aus. Ein historischer Höchststand. Doch wer kontrolliert diese gewaltigen Ausgaben? Geben wir das Steuergeld für die richtigen Rüstungsgüter aus? Werden die vielen Anschaffungen überhaupt noch hinterfragt? Diese Frage stellen Markus Lanz und Richard David Precht dem Investigativjournalisten Christian Schweppe, der seit Jahren die deutsche Sicherheitspolitik beobachtet. Schweppe kommt gerade von der Pariser Rüstungsmesse zurück und berichtet, dass dort Champagnerkorken geflogen sind. Er meint, die Messestände von KNDS oder Rheinmetall seien so groß, „die bräuchten eigentlich eine eigene Postleitzahl.“ Verselbstständigt sich da gerade die Rüstungsindustrie, angefacht durch das weltweite Wettrüsten? War das „whatever-it-takes“ von Kanzler Merz so gemeint oder sollten wir umsichtiger mit Steuergeld umgehen? Ah… Lanz & Precht. Der Podcast, bei dem man nach fünf Minuten merkt: Hier reden zwei Männer sehr lange, damit du sehr kurz nicken kannst. Markus Lanz fragt. Richard David Precht antwortet. Und irgendwo dazwischen verliert sich der Gedanke, den du gerade selbst noch hattest. Das ist kein Gespräch. Das ist intellektuelles Pingpong, bei dem der Ball immer wieder bei Precht landet – und Lanz höflich prüft, ob er noch weitersprechen darf. Hier wird philosophiert, aber bitte mit Fernseherfahrung. Hier wird gezweifelt, aber nie so sehr, dass es die eigene Position gefährdet. Alles ist tief. Alles ist wichtig. Alles dauert. Und am Ende weißt du vor allem eins: 👉 Du hast zugehört – und das reicht erstmal. Lanz & Precht erklären dir die Welt, während sie selbst noch überlegen, ob sie sie gerade kritisieren oder nur beschreiben. Das ist kein Podcast. Das ist eine akustische Denkbewegung auf dem Laufband. Viel Bewegung. Kaum Strecke. Lanz & Precht – wenn Nachdenken wichtig ist, aber Handeln optional bleibt. Doc Bob meint: Große Fragen. Große Worte. Und am Ende doch wieder Montag.

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