Am 22. März 2021 starb der amerikanische Wirtschaftsanwalt Ronald H. Marcks. Nur wenig später, im Frühsommer 2021, stand die Rückkehr der Inflation kurz bevor. Die einen sagten, dies sei nur ein vorübergehendes Phänomen. Die anderen warnten früh vor strukturell höheren Preisen. 2026 – fünf Jahre später – wissen wir, die Inflation ist zurückgekommen. Die Verbraucherpreise stiegen in den Jahren 2022 und 2023 zweistellig. Und die Vermögenspreisinflation hat sich seit 2005 zu einem Preisanstieg von 75 Prozent für Vermögensgüter aufgetürmt – bei gerade einmal 15 Prozent Reallohnzuwachs im gleichen Zeitraum. Beides war kein Zufall, sondern die Folge von zu viel Geld.
Bereits im Juni 2021 diskutierte Daniel Stelter in Episode 83 mit dem britischen Ökonomen Professor Tim Congdon die Frage: Ist der Preisanstieg nach Corona nur vorübergehend – wegen Lieferengpässen und Wiedereröffnung – oder beginnt eine länger anhaltende Inflationsphase? Congdon plädierte für letzteres. Stelter erweiterte die Argumentation um den Beleg, wie ein solcher Prozess aussieht. Was hat das aber alles mit Marcks zu tun? Nun, Marcks lieferte – unter dem Pseudonym Jens O. Parsson – mit seinem schon 1974 erschienenen Buch “Dying of Money – Lessons of the Great German and American Inflations” die historische Illustration für den Mechanismus vor der eigentlichen Inflation – also für genau das, was vor, während und nach Corona geldpolitisch geschehen ist. Zeit für ein bto REFRESH!
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Buch Dying of Money – Lessons of the Great German and American Inflations (1974) von Jens O. Parsson (Ronald H. Marcks: https://tinyurl.com/ybmtcw4r
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