Immer mehr Menschen aus der Ukraine kommen auch nach Deutschland. Wie in München geholfen wird, erklärt Gerhard Mayer, Leiter des Amtes für Wohnen und Migration.
Das UN-Flüchtlingshilfswerk erwartet die größte Fluchtbewegung in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine sind bislang weit mehr als 1,7 Millionen Menschen geflüchtet, die meisten nach Polen. Aber auch in deutschen Kommunen kommen die ersten Geflüchteten an. Allein Berlin empfängt gerade mehr als 10.000 pro Tag. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) bittet bereits den Bund um Hilfe.
Bislang nur ein paar Hunderte sind auch am Hauptbahnhof in München angekommen. Dort werden sie von der Caritas betreut. „Was uns derzeit sehr hilft, ist die große Hilfsbereitschaft der Münchner Bevölkerung“, sagt Gerhard Mayer, Leiter des Münchner Amtes für Wohnen und Migration. Mütter mit Kindern oder Familienverbände würden auf drei- bis vierhundert Unterkünfte verteilt. Und noch immer habe man um die 3000 Angebote. Damit komme München „sicherlich erst mal über den ersten Ansturm hinweg“. Aber natürlich sei „so eine Unterkunft nicht für ewig“. Hier werde die Stadt „natürlich Kapazitäten umfassend schaffen müssen“. Auch ein Gymnasium solle zeitweise als Notunterkunft dienen.
Mayer erwartet, dass ein Teil der Geflüchteten bleiben werde. „Wenn Sie jetzt die Bilder von Mariupol gesehen haben, das faktisch ja fast nicht mehr existiert. Da kann man nicht einfach so zurückkehren.“ Aber derzeit gebe es eben auch noch „eine ganz große Solidarität der Münchnerinnen und Münchner“.
Wenn Sie in München leben und konkret und aktiv helfen möchten, dann finden Sie diverse seriöse Anlaufstellen wie “Willkommen in München” oder “Münchner Freiwillige” auch hier. Wenn Sie lieber Geld spenden möchte, können Sie das beispielsweise beim Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ tun.
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Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Pegah Julia Meggendorfer, Franziska von Malsen
Produktion: Jakob Arnu
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